antiquarische und gebrauchte Bücher

Inhalt A-Z|Sitetour|Hilfe|Wir über uns|E-Mail|Suche
AktuellesWirtschaftMarktServiceKulturWissenReisenSpassSport

BerlinOnline


Datum:   28.01.1997
Ressort:   Nachrichten
Autor:   Marc Fest, Miami

Frische Mythen in Sachen "Titanic"-Untergang

Vor 85 Jahren sank die "Titanic". Über das Schiffsdesaster des Jahrhunderts ist erneut ein Spielfilm gedreht worden, der im Sommer in die US-Kinos kommt. In dem aufwendigen Streifen von James Cameron ("Terminator") fehlt allerdings ein Aspekt der Katastrophe: Deutsche Seeleute hätten der "Titanic" angeblich rechtzeitig zur Hilfe kommen können - wenn man sie nur gelassen hätte. Das jedenfalls behauptet die US-Expertin Diana Bristow in einem Buch über das Unglück ("Titanic - Sinking the Myths").

Bristow zufolge erwiderte die nahe "Frankfurt", ein Passagierschiff der Norddeutschen Lloyd, die SOS-Morsesignale der "Titanic". Die Funker des bereits leckgeschlagenen Schiffes wiesen die Kontaktversuche der Deutschen jedoch zurück, um statt dessen mit anderen, entfernteren Schiffen Kontakt aufzunehmen. Rivalisierende Funktechnologien und die "antideutsche Stimmung" kurz vor dem Ersten Weltkrieg, so Bristow in ihrem 480-Seiten-Werk, kosteten so über 1 500 Menschen das Leben.

Bristows Theorie stützt sich im wesentlichen auf dokumentierte Aussagen des einzigen überlebenden "Titanic"-Funkers und seiner Kollegen von der "Frankfurt". Beiden Quellen zufolge wurde das Hilfsangebot der Deutschen brüsk zurückgewiesen ("Ihr Idioten. Macht den Äther frei!"). Experten stimmen darin überein, daß eine unglückliche Verkettung von Zufällen die Rettung der "Titanic"-Opfer durch nahe Schiffe verhinderte. Die in Miami lebende Bristow sucht zur Zeit nach einem deutschen Verleger für ihr Buch. Sie hofft außerdem auf Interesse für eine Filmversion ihrer Theorie. Vorläufiger Titel: "Titanic - die deutsche Connection." +++

[zurück zu den Suchergebnissen]   [Neue Suchanfrage]   [Weitere Artikel vom 28.01.1997]  

Druckversion Seite versenden print-send Hilfe Wir über uns E-Mail Suche Seitenanfang footer
www.BerlinOnline.de © 2001 G+J BerlinOnline GmbH & Co. KG